Wie funktioniert eine Familienbegleitung?

Rufen Sie uns an und schildern Sie uns Ihre Situation. Wir erklären Ihnen, wie wir Sie am besten unterstützen können. Zuerst müssen wir Ihre Umstände besser kennenlernen. Jede Familie funktioniert anders.

Jedes Elternpaar hat unterschiedliche Wertvorstellungen, einen anderen Erziehungsstil, andere Wohn- und Familienverhältnisse. Damit wir ein Verständnis für Ihre Erziehungssituation bekommen und Sie entsprechend unterstützen können, findet unsere Familienarbeit direkt bei Ihnen zu Hause statt. Wir vereinbaren einen Termin, einige Tage später besucht Sie ein Familienarbeiter oder eine Familienarbeiterin unseres Teams. Wir besprechen gemeinsam die Situation und beschliessen die nächsten Schritte.

Familienarbeit bei Ihnen zu Hause

Zu Beginn besuchen wir Sie einmal wöchentlich, danach so oft es Ihre Situation erfordert. Die Begleitung dauert in der Regel 6 Monate. Unsere Unterstützung bleibt so lange aufrecht erhalten, bis Sie sich in Ihrer Erziehungsrolle wieder sicher fühlen. In regelmässigen Abständen erfolgen separate Standortgespräche mit Ihnen.

Vielfältige Unterstützung

Bei unseren Treffen stärken wir Sie in der Erziehung mit ganz konkreten Handlungsvorschlägen, vermitteln Ihnen Erziehungswissen, machen Trainings oder auch Rollenspiele. Wenn es die Situation erfordert, begleiten wir Sie auch zu Gesprächen, beispielsweise mit Behörden, mit der Schule oder mit dem Ausbildungsbetrieb.

Was kostet eine Familienbegleitung? Erhalte ich Unterstützung?

Die Kantone Luzern, Nidwalden und Obwalden unterstützen Eltern in Erziehungsnot bei der Finanzierung einer Familienbegleitung. Damit Sie die finanzielle Unterstützung Ihres Wohnkantons erhalten, wenden Sie sich am besten an das soziale Beratungszenter Ihrer Wohnregion. Schildern Sie der zuständigen Person Ihre Situation. Überprüfen Sie mit dieser Fachperson, ob die Familienbegleitung die richtige Unterstützung für Sie ist. Die Fachperson füllt ein entsprechendes Formular aus, damit der Kanton die Finanzierung prüfen kann.
Der Wohnkanton übernimmt 2/3 der Kosten. Falls Sie die restlichen Kosten nicht übernehmen können, beteiligt sich eventuell auch Ihre Wohngemeinde daran.

Wir haben Ihnen eine Musterofferte bereit gestellt. Die Kosten für Vernetzungsarbeit und Anfahrtszeiten, müssen jeweils der tatsächlichen Situation angepasst werden.

Bei Notfällen und medizinischen Situationen können wir nicht helfen

Ist jemand verletzt, braucht einen Notfallarzt oder psychiatrische Hilfe, wenden Sie sich direkt an die entsprechenden Stellen. Hier finden Sie eine Liste mit den entsprechenden Notfall-Stellen.