Angebot für Fachpersonen der sozialen Arbeit

Beauftragung einer Familienbegleitung

Rufen Sie uns an und schildern Sie die Situation der betreffenden Familie. Auch wenn Sie nicht sicher sind, ob die Familienbegleitung die richtige Unterstützung ist, beraten wir Sie gerne. Wir teilen Ihnen sogleich mit, wann wir Ihren Auftrag bearbeiten können.
Die zuständige Person, welche die Familienbegleitung übernehmen wird, kontaktiert Sie umgehend für die weiteren Abklärungen.

Falls Ihre Klienten nicht sicher sind, ob sie eine Familienbegleitung als Unterstützung annehmen wollen, bieten wir Ihnen ein unverbindliches Treffen für ein Kennenlernen an. Uns ist bewusst, dass die Familienbegleitung ein einschneidendes Ereignis für die Betroffenen darstellt. Wir führen unseren Auftrag mit Achtsamkeit aus und respektieren die Privatsphäre der Familie. Im Zentrum unserer Arbeit steht immer die Wahrung des Kindeswohls.

Finanzierung

Nach Ihrer Kontaktaufnahme können wir Ihnen eine detaillierte Offerte erstellen.
Wir haben eine Musterofferte für Sie bereit gestellt. Die Kosten für Vernetzungsarbeit und die Anfahrtszeiten, müssen jeweils der Situation angepasst werden.

Damit betroffene Eltern die finanzielle Unterstützung des Kantons Luzern erhalten, benötigen wir ein ausgefülltes Indikationsformular (Word Dokument). Die Dienststelle für Soziales und Gesellschaft überprüft zusammen mit der unterschriebenen Offerte den Antrag auf Kostenübernahme. Der Wohnkanton übernimmt 2/3 der Kosten. 1/3 übernehmen die Eltern. Falls die Eltern ihren Anteil nicht selbst finanzieren können, beteiligt sich eventuell die Wohngemeinde daran.
Mit den Kantonen Nidwalden, Obwalden und Zug bestehen ebenfalls Leistungsvereinbarungen, welche die finanzielle Unterstützung einer Familienarbeit ermöglicht.

Abklärungen

Wir führen Sozialabklärungen, wie auch die Prüfung des Kindeswohls aus verfahrensrechtlichen Aspekten für die KESB aus.
In beiden Fällen brauchen die Auftraggeber oder Auftraggeberinnen mehr Informationen, um die Situation einschätzen zu können. Eine Familienbegleitung kann gezielt die Erziehungskompetenzen der Eltern und die Gesamtsituation der Familie erfassen.

Berichtwesen

Die Familienarbeiterin oder der Familienarbeiter steht mit Ihnen in direktem Kontakt. Die schriftliche und mündliche Zusammenarbeit passen wir Ihren Bedürfnissen an. Wir legen Wert darauf, Ihnen relevante Informationen und Erkenntnisse sowie konkrete Empfehlungen zu übermitteln. Diese Haltung verfolgen wir auch im Erstellen des Abschlussberichtes.
Standortgespräche werden in der Regel nach drei Monaten oder nach Bedarf festgelegt.

In welchen Situationen kann eine Familienbegleitung sinnvoll sein?

Überforderung mit der Erziehungssituation
  • Eine alleinerziehende Mutter oder ein alleinerziehender Vater kann durch die Mehrfachbelastung der Erziehungsverantwortung nicht gerecht werden
  • Eltern mit stark pubertierenden Jugendlichen wissen sich nicht mehr zu helfen
  • Eltern mit einem oder mehreren Kindern mit ADS/ADHS sind ratlos
  • Es finden Hierarchieverschiebungen in der Familie statt
  • Eltern können die Bedürfnisse ihrer Kinder zu wenig wahrnehmen
  • Es fehlt ein altersadäquater Umgang der Eltern gegenüber ihren Kindern
  • Im Familienalltag fehlen notwendige Strukturen
  • Es gibt Hinweise, dass innerhalb der Familie physische, psychische oder sexuelle Gewalt ausgeübt wird
  • Kinder üben physische oder psychische Gewalt auf ihre Eltern aus
  • Die psychische oder chronische Erkrankung eines Elternteils beeinträchtigt die Erziehungsfähigkeit
  • Die Erziehungsberatung einer Fachstelle reicht als Input für die Eltern nicht mehr aus
Scheidung/Trennungssituation
  • Die Umsetzung der Besuchsregelung sorgt für Erziehungsschwierigkeiten
  • Die unterschiedlichen Erziehungsansichten der Eltern sorgen für grosse Unruhe
Schulprobleme
  • Eltern können ihr Kind nicht mehr dazu bringen die Schule zu besuchen
  • Eltern können ihr Kind bei der Wahl des geeigneten Berufes und Ausbildungsplatzes nicht ausreichend unterstützen
  • Eltern wissen nicht, wie sie ihr Kind unterstützen können, die Hausaufgaben zu erledigen
Heimplatzierung
  • Eltern brauchen bis zur Platzierung ihres Kindes Unterstützung
  • Eltern werden auf die Rückplatzierung ihres Kindes vorbereitet
  • Eltern die bereits eines oder mehrere Kinder fremdplatziert haben und Unterstützung für die Wochenend- und Feriengestaltung brauchen
Migration
  • Die Sprach- und Verständnisprobleme der Eltern führen zu Erziehungsschwierigkeiten
  • Durch die Isolation der Eltern ist die Integration der Kinder gefährdet