Kann zu viel fernsehen oder gamen meinem Kind schaden?

Kann zu viel fernsehen oder gamen meinem Kind schaden?

Kann zu viel fernsehen oder gamen meinem Kind schaden?

Die Antwort ist ja!

Kinder brauchen Bewegung, frische Luft und Kontakt mit anderen Kindern, um sich gesund zu entwickeln.

Haben Sie schon mal bemerkt, wie hypnotisiert Kinder in einen Bildschirm schauen? Die bewegten Bilder, Musik und erzählten Geschichten lösen Emotionen aus. Kinder reagieren unterschiedlich darauf. Zu viel fernsehen und gamen kann zu Verhaltensauffälligkeiten, Schlaf- oder Essstörungen führen.

Wie lange dürfen Kinder fernsehen oder gamen?

  • Kein Fernsehen oder iPad bei Kindern unter drei Jahren.
    Ein Kleinkind kann diese Bilderflut nicht verarbeiten.
  • Ab 3 – 5 Jahren, von Erwachsenen begleitet, bis max. 30 Minuten pro Tag
  • Ab 6 – 9 Jahren bis 5 Stunden pro Woche
  • Ab 10 – 12 Jahren max. 10 Stunden pro Woche

Diese Angaben basieren auf Resultaten und Empfehlungen des Nationalen Programms zur Förderung von Medienkompetenzen. http://www.jugendundmedien.ch/de/home.html

Hilfreiche Tipps

Auseinandersetzung mit dem Thema
Besprechen Sie mit Ihren Kindern die gewünschten Sendungen oder Games. Prüfen Sie kritisch, ob sie dem Alter entsprechen. Treffen Sie mit ihnen klare Vereinbarungen. Das letzte Wort haben Sie!

Klare Regeln sichtbar machen
Erstellen Sie einen TV und Game-Plan. Lassen Sie die Kinder den Plan gestalten. Ein Plan macht für jedes Familienmitglied sichtbar, welche Sendungen zu welchen Zeiten von Ihnen erlaubt wurden.

Ausnahmen dürfen nicht zur Regel werden. Kinder lernen schnell, dass Regeln keine Gültigkeit haben, wenn sie von den Eltern nicht eingefordert werden.

Mitschauen um einzuschätzen
Der Fernseher ist kein Babysitter. Schauen Sie mit oder überwachen Sie es aus der Ferne. Wenn Sie mit Ihrem Kind die Sendung oder den Film mitschauen, können Sie überprüfen, ob es die Handlungen verstanden hat. Sie haben die Gelegenheit Ihrem Kind Dinge zu erklären, damit keine unguten Gefühle zurück bleiben.

Alternativen zum Medienkonsum bieten 
Schaffen Sie Ihrem Kind Alternativen mit Bewegung: Spielplatz, Sportvereine, Jungwacht/Blauring, Pfadi, gemeinsame Ausflüge, andere Kinder einladen, gemeinsam backen, basteln usw.

Übrigens: Kein iPad der Welt kann so schöne Gute-Nacht-Geschichten erzählen wie Sie!